Abfallregister, Betriebstagebuch, Abfallbilanz – die Pflichten bleiben, auch 2026. Was sich ändern sollte, ist der Aufwand dahinter. In vielen Betrieben der Recycling- und Erzeugerwirtschaft steckt hier noch immer echte Mitarbeiterzeit: Wiegescheine sammeln, Zahlen in Excel übertragen, am Monatsende prüfen. Dabei liegen die Daten für diese Nachweise in den meisten Fällen längst digital vor.
Was Sie 2026 weiterhin nachweisen müssen
Drei Pflichten begegnen Ihnen in der Praxis regelmäßig:
- Abfallregister nach KrWG und NachwV – lückenlos, mit Herkunft, Menge und Verbleib jedes Abfalls.
- Betriebstagebuch nach DepV und EfbV – Pflicht für Deponien und Entsorgungsfachbetriebe, tagesaktuell zu führen.
- Abfallbilanz nach AbfBilV – für Erzeuger und Besitzer ab bestimmten Mengenschwellen, turnusmäßig fällig.
An der Rechtslage ändert sich 2026 nichts Grundlegendes. Was sich ändern kann, ist, wie viele Stunden Ihr Team dafür jeden Monat aufwendet.
Warum die Nachweise noch manuell entstehen
Die Ausgangsdaten sind meist vorhanden: Wiegescheine von der Waage, Auftragsdaten aus dem Tagesgeschäft, Materialbewegungen aus dem Lager. Das Problem ist selten fehlende Information, sondern fehlende Verbindung zwischen den Systemen. Am Monatsende werden Zahlen aus mehreren Quellen händisch zusammengeführt – Zeit, die an keiner Stelle im Prozess wirklich nötig wäre.
Wie automatisierte Reportings in der Faktura funktionieren
Die Faktura erfasst Wiegedaten direkt über die Anbindung an Ihre Waage oder an die bestehende Wiegesoftware wie Bitzer Wiegetechnik und verknüpft sie automatisch mit dem passenden Auftrag. Aus Auftrags-, Wiege- und Materialdaten entstehen Abfallregister, Betriebstagebuch und Materialumsatzstatistiken automatisch – exportierbar in frei definierten Zeiträumen und revisionssicher persistiert, GoBD-konform. Eine zweite Erfassung entfällt.
Das gilt branchenübergreifend: Ob Containerdienst mit täglich wechselnden Aufträgen oder Deponie und Kieswerk mit kontinuierlicher Wiegeanbindung – die Nachweise entstehen aus denselben Daten, die für die Abrechnung ohnehin schon erfasst werden.
Was das konkret spart
Nach unseren Erfahrungswerten aus Kundenprojekten lassen sich pro Mitarbeiter im Backoffice rund 25 % der Aufwände für Reporting und Controlling einsparen, wenn diese Prozesse automatisiert laufen. Bei mehreren Stunden Reporting-Zeit im Monat summiert sich das schnell zu einem spürbaren Betrag – Zeit, die stattdessen für Kunden und Disposition zur Verfügung steht.
Fazit: Abfallregister, Betriebstagebuch und Abfallbilanz sind Pflicht – Excel-Nacharbeit ist es nicht. Wenn Wiege-, Auftrags- und Materialdaten einmal digital zusammenlaufen, entstehen die Nachweise nebenbei, nicht zusätzlich.
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